Es gibt tägliche Routine, die sich im Verlaufe der Mewo nicht veränderte. Dazu gehörte, dass man um 8 Uhr Frühstücken sollte und gegen viertel nach 8 oder halb 9 anfängt. Etwas später war schon ein Teil der Gruppe unterwegs nach Cattenom (Frankreich), um das Atomkraftwerk zu besichtigen. Dort angekommen, rüsteten wir uns erst einmal gegen die starke Strahlung, zogen unsere Galileo-Food Schutzanzüge an und schossen ein paar Fotos. Nachdem uns mitgeteilt wurde, dass wir das Kraftwerk nicht betreten dürfen, versuchten wir unser Glück bei dem „Centre de Visiteurs“. Dort wurden wir dann aber auch enttäuscht, das Centre war geschlossen. Das Atomkraftwerk ist völlig vor Besuchern abgeschirmt, wir durften nicht auf Toilette und kamen an das Kraftwerk auch nicht näher als 500 m ran. Nach diesem unzureichenden Ergebnis fuhren wir nach Cattenom, um ansässige Franzosen nach ihrer Meinung über das Kraftwerk zu fragen. Die Aussagen waren erschreckend: die meisten der Befragten sagten, dass sie in dem Kraftwerk keine Gefahr sehen würden, es sei völlig sicher. Eine Frau antwortete, dass sie sich keine Sorgen mache, denn wenn etwas passieren würde, würde man die Bevölkerung sowieso nicht in Kenntnis setzen. Warum das ein Grund zur Unbesorgnis ist, haben wir bis jetzt zwar noch nicht herausgefunden, aber wir wollen dieser Französin mal vertrauen… In einem Zustand völliger Zufriedenheit über den erfolgreichen Tag fuhren wir zurück, um gerade noch rechtzeitig zum Mittagessen wieder da zu sein. Den restlichen Tag verbrachten wir mit der Fertigstellung der Artikel.
Beitrag von Michael
